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Betonsperren und Barrieren sind als Antiterrorschutz meist nutzlos und gefährlich!

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Seit der traurigen Anschlagsserie mit LKWs in Nizza, Berlin und Barcelona werden in vielen europäischen Ländern die Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht. Städte und Gemeinden rüsten sich mit Anti-Terror-Barrieren, Sicherheitspollern und Betonsperren (Jersey Blöcken) aus. Vor allem bei Veranstaltungen mit grossen Menschenansammlungen werden die Betonblöcke eingesetzt. Oft handelt es sich dabei aber um reinen Aktionismus. Denn viele dieser Fahrzeug-Rückhaltesperren sind nur ungenügend dimensioniert und werden in den meisten Fällen auch falsch installiert. Es fehlen Prüfzertifikate und Nachweise zur Wirksamkeit dieser Anti-Terror-Sperren. Werden die Betonblöcke falsch installiert, können sie zu gefährlichen Geschossen werden und stellen damit ein weiteres Risiko für die Menschen dar.

Das Beispiel im Video macht es klar: Rast ein gewöhnlicher 40 Tonnen LKW mit 80 km/h auf ein Festgelände zu und rammt einen Betonklotz von einer Tonne Gewicht, so wird die Blockade einfach aus dem Weg geschoben. Der LKW fährt danach immer noch mit ca. 77 km/h weiter! Die Betonsperre jedoch wird wie eine Billardkugel mehr als 10 Meter zur Seite geschleudert. Betonklötze vermitteln in vielen Fällen ein trügerisches Sicherheitsgefühl. Ja sie sind sogar gefährlich.

Poller und Stadtraumelemente für langfristigen Schutz von Innenstädten

Langfristig ist der Einsatz von dezenten Sperren mit Anpralllast wie Sicherheits-Poller sinnvoll. Auch die Einbindung von sogenannten Stadtraumelementen (Protective Street Furniture) ist sinnvoll. Das sind etwa verstärkte Blumenkübel, Fahrradständer, Mülleimer, Sitzbänke oder Skulpturen. Alle diese schützenden Elemente werden mit Streifenfundamenten gut im Boden verankert. Auch hohe Bordsteine oder dekorative Betonmauern sind gute Schutzmassnahmen, denn sie verhindern das schnelle Befahren von Fussgängerwegen.

Mobile Antiterror-Sperren

Beim provisorischen Sperren von Zufahrten wie im Falle von Anlässen, sollten richtig dimensionierte und wenn möglich geprüfte Schutzeinrichtungen eingesetzt werden. Beim Einsatz von Fahrzeugen als mobile „Sperre“ – sind nur solche Fahrzeuge einzusetzen, welche mindestens 2.5 Tonnen schwer sind und sich je nach Situation (Panikfall, Durchfahrt von Notfallfahrzeugen, etc.) einfach entfernen lassen. Bei Anti-Terror-Sperren mit Betonblöcken sind solche mit einem Gewicht ab zwei Tonnen einzusetzen. Die Sperren sollten fest miteinander verbunden werden, der Einsatz von schweren Ketten zwischen den Sperren ist möglich, jedoch nicht immer zu empfehlen; hier ist auf die richtige Dimensionierung der Ketten und die gute Verbindung mit dem Betonblock zu achten. 

Eine sehr gute Variante ist der Einsatz von speziellen, mit Wasser gefüllten IBC-Sperren (Wassercontainer). Diese wurden unterdessen für die Schutzanwendung geprüft und haben den Vorteil, dass auch schwere Fahrzeuge aufgehalten werden können. Weiter lösen sich im Kollisionsfall keine gefährlichen Teile von der Sperre – es tritt lediglich Wasser aus. Beim Einsatz von provisorischen Sperren sollte in jedem Fall beachtet werden, dass durch die Schutzeinrichtungen keine Personen verletzt werden können – sei es durch die Sperre selbst (Stolpern, Schnittverletzungen, etc.) oder im Falle eines Anpralls, durch wegfliegende Teile.

Strassen und Plätze müssen jedoch nicht komplett umgebaut respektive verstellt werden. Es würde schon helfen, wenn Fahrzeuge vor den „Schutzzonen“ nicht auf mehr als ca. 30 – 40 Stundenkilometer beschleunigen könnten, etwa weil Bänke, Skulpturen oder andere Elemente dies verhindern. Die typische reflexartige Reaktionsweise von Passanten bei Anschlägen mit Fahrzeugen ist immer gleich. Erst hören Sie was, dann sehen Sie was, und dann erst reagieren Sie verzögert auf die Gefahr. Diese Reaktionszeit, respektive lebensrettenden Sekunden gilt es ihnen zu verschaffen. 

Wir beraten unverbindlich und kostenlos Städte, Gemeinden und Sicherheitsverantwortliche sowie Planer bei der Wahl der notwendigen Sicherheitselemente, welche zum definierten Sicherheitskonzept passen.

Kontaktieren Sie uns noch heute ganz unverbindlich und absolut kostenlos!

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